Vater – Mutter – Hitler. Vier Tagebücher und eine Spurensuche

Über 70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus ist die Vergangenheit noch längst nicht vergangen. Bis heute fragen sich Kinder und Enkel von ganz normalen Deutschen, warum ihre Eltern und Großeltern so fasziniert von Hitler sein konnten? War mein Opa vielleicht sogar Nazi, und was hat er wirklich gesagt und gedacht? Und wie soll ich heute damit umgehen, wenn ich die Wahrheit über das erfahre, was er getan hat?

Der Film erzählt die Zeitreise der Nachkommen von vier Menschen, die zwischen 1933 und 1945 ihre intimsten Gedanken einem geheimen Tagebuch anvertraut haben, in eben diese Zeit: Sie erfahren, was ihre Eltern und Großeltern unter Hitler gedacht und getan haben. Sie lernen sie von einer manchmal verstörenden Seite kennen. Und sie setzen sich – teilweise erst ausgelöst durch diesen Film – mit einer Seite ihrer Familiengeschichte auseinander, über die nach dem Krieg zu oft geschwiegen wurde.

Der Film rekonstruiert auf der Basis teilweise unveröffentlichter Tagebücher, Briefe und Aufzeichnungen von Felix Landau, Wilm Hosenfeld, Luise Solmitz, Ida Timmer in aufwändig inszenierten Spielszenen einen außergewöhnlich authentischen Blick in ein Deutschland unter Hitler. Was diese vier Menschen erlebten, was sie dachten und aufschrieben, erschüttert und beschäftigt ihre Kinder und Enkel bis heute. Held oder Verbrecher? Widerständlerin oder heimliche Bewunderin Hitlers?

Szenische Elemente mit Schauspielern, die in der Qualität eines Doku-Dramas inszeniert werden, erzählen die emotionale Entwicklung der der vier Menschen unter Hitler. Sie stellen Schlüsselmomente anhand der Tagebücher dar und erwecken das beschriebene mit Dialogen auf Basis der Aufzeichnungen zum Leben – emotional und authentisch zugleich.

Erstausstrahlung: Januar 2016
Rechteerwerb: SWR/NDR

Kontakt: info@ecomediaTV.de