Risiko Mount Everest – Videotagebuch vom Dach der Welt

Mount Everest im April 2015 – Nach einem schweren Erdbeben sterben 18 Bergsteiger durch eine Lawine, hunderte werden vermisst. Im Jahr davor kommen 16 Sherpas durch eine gewaltige Eislawine ums Leben. Kurz hintereinander passieren die bislang größten Unglücke in der Geschichte der Himalaya-Besteigung. Doch die Expeditionen auf das Dach der Welt werden fortgesetzt. Warum brechen immer mehr Menschen trotz Lebensgefahr zum Mount Everest auf?

Der Film erzählt die Geschichte von vier deutschen Bergsteigern. Sie haben in den letzten Jahren unabhängig voneinander versucht, das Dach der Welt zu besteigen. Ihre Expeditionen haben sie selbst gefilmt – mit Helmkamera und Handy. Ihre privaten Aufnahmen und ihre persönlichen Erlebnisse sind Grundlage für den Film „Risiko Mount Everest – Videotagebuch vom Dach der Welt“.

Der höchste Berg der Welt ist zu einer Touristenattraktion geworden. Durch bessere Ausrüstung und Wettervorhersagen wird der Berg immer mehr Menschen zugänglich gemacht. Der Aufstieg zum Gipfel ist durch Reiseveranstalter so präpariert, dass es heute theoretisch jeder trainierte Mensch auf den Gipfel schaffen kann. Für Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt, ist der Tourismus rund um den Mount Everest zur Haupteinnahmequelle geworden. Doch unerfahrene Bergsteiger behindern sich gegenseitig und provozieren lebensgefährliche Situationen.

Am Mount Everest treffen viele Interessen aufeinander: Bergsteiger und Abenteurer suchen ihr ultimatives Ziel, Einheimische verdienen dort ihren Lebensunterhalt, Reiseveranstalter machen ein lukratives Geschäft. All das geht auf Kosten der Natur. Aber die Bergsteiger riskieren weiterhin ihr Leben.

Erstausstrahlung: Juni 2015, ZDFinfo