Kampf um Opel – leben oder sterben lassen

Dokumentation, 45 Minuten
Buch und Regie: Michael Wech, Stephan Lamby, Klaus Balzer

Im Jahr 2009 kämpfte Opel ums Überleben. In wichtigen Opel-Werken wurde die Produktion gedrosselt. Und die Opelaner blieben unfreiwillig zu Hause. Kurzarbeit, verlängerte Betriebsferien, gestrichene Schichten. Auch der Mutterkonzern GM in den USA kämpfte ums Überleben. Überhaupt wurde viel gekämpft im Jahr 2009: Arbeiter gegen Arbeiter, Betriebsräte gegen Vorstände, Politiker gegen Politiker, Betriebsräte gegen Betriebsräte, Deutsche gegen Amerikaner. Die Frontlinien dieser Kämpfe nahmen teilweise bizarre Verläufe. Am Ende gab es mehr Verlierer als Sieger.

Konzernchefs der anderen deutschen Autokonzerne beobachteten die neue Subventionspolitik der Bundesregierung mit Argwohn. Darf die Regierung in den freien Wettbewerb eingreifen? Auch Mittelstands-Politiker forderten, Opel nicht zu subventionieren und notfalls lieber sterben zu lassen. Ein Prinzipienstreit, mit Auswirkungen für viele tausend Arbeitsplätze. Und: Wie würde sich der Mutterkonzern in Detroit verhalten? Würde GM Opel in die Freiheit entlassen oder notfalls mit in den Abgrund reißen? GM und Opel wurden im Jahr 2009 zu Symbolen der Krise – der Wirtschaftskrise, auch der Systemkrise.

Auszeichnungen
Der Film wurde im Jahr 2009 für den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik nominiert.

Erstaustrahlung:
2009

Rechteerwerb:
WDR

Kontakt: info@ecomediatv.de