Jörg Immendorff – Der letzte Kampf des Künstlers

Dokumentation: 45 Minuten
Buch und Regie: Hanns-Bruno Kammertöns, Stephan Lamby und Michael Wech

Der Film zeigt Jörg Immendorff in den letzten Monaten seines Lebens. Es ist eine seiner stärksten Schaffens-
perioden – obwohl Immendorff von der Nervenkrankheit ALS an den Rollstuhl gefesselt ist. Er ist so geschwächt, dass nicht einmal sein Arzt eine eindeutige Prognose über den Verlauf der Krankheit wagen will. In seinem Atelier offenbart Immendorff einen ungeheuren Lebenswillen. Die Frage, wie er sich als Künstler neu erfinden kann, beschäftigt Immendorff. Er weiß, dass ihm nicht viel Lebenszeit bleibt. Obwohl ihm zahlreiche Helfer zur Hand gehen, beansprucht Immendorff die volle Herrschaft: „Es gibt kein Team bei meinen Bildern. Es gibt immer nur einen. Das bin ich. Ich glaube, auch in der künstlerischen Produktion haben Vorstellungen von Demokratie und Abstimmung nichts zu suchen. Da herrscht Diktatur – nämlich meine.“

In den Monaten vor seinem Tod, als seine Tage gezählt sind, findet Jörg Immendorff im Kreis seiner Familie ganz zu sich selbst. So frei und unbegrenzt seine Visionen und Fantasien reichen: Das, was ihm bevorsteht, will er sich nicht ausmalen. „Da kann man noch so mutig daher-
plaudern. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich weigere mich auch, mir solche Dinge vorzustellen. Ich gehe davon aus, dass wir unsterblich sind. Fertig. Alles andere ist mir zu gruselig.“

Erstaustrahlung:
2007

Rechteerwerb:
NDR für Deutschland, Österreich und Schweiz
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