Fahnenflucht. Wenn sich US-Soldaten verweigern

Dokumentation: 45 und 52 Minuten
Buch und Regie: Michael Wech

Seit über einem halben Jahr lebt Carl Webb, Obergefreiter der texanischen Nationalgarde, im Untergrund. Der Soldat hat seine Einheit vor der Entsendung in den Irak verlassen, er ist fahnenflüchtig. Auch Jeremy Hinzman hat sich einem Einsatz im Irak verweigert. Doch der Soldat wollte seiner jungen Familie ein Leben im Untergrund nicht zumuten. Er floh über die kanadische Grenze nach Toronto. Beiden Berufssoldaten drohen in den USA Kriegsgericht und Haftstrafen bis zu fünf Jahren. Anders als Hinzman und Webb hat Jimmy Massey den Krieg im Irak erlebt. Der Elite-Soldat gehörte zu den Invasionstruppen und kämpfte an vorderster Front. Nachdem seine Einheit binnen 48 Stunden mehr als 30 Zivilisten getötet hatte, quittierte Massey den Dienst wegen schwerer Depressionen. Nach zwölf Jahren bei den Marines wurde er aus medizinischen Gründen entlassen. Heute demonstriert er täglich in seiner Heimatstadt gegen den US-Einsatz im Irak.

Inzwischen haben viele tausend US-Soldaten den Dienst verweigert und leben auf der Flucht. Entsprechend fieberhaft arbeitet die Armeeführung daran, neue Soldaten zu gewinnen. Der Druck auf die Rekrutierer wächst. Ständig müssen sie der Truppe neue Soldaten liefern – im Fach-
jargon „warm bodies“ (Frischfleisch) genannt. Der Film zeigt sowohl das Leben der abtrünnigen US-Soldaten wie die Versuche der US-Armee, Nachwuchs zu rekrutieren.

Erstausstrahlung:
2005

Rechteerwerb:
ECO Media TV-Produktion

Kontakt: info@ecomediatv.de