Meine Flucht 1945 – Norddeutsche erinnern sich

Dokumentation, 45 Minuten
Buch und Regie: Kati Gründig, Manfred Uhlig

Die Menschen besaßen nicht mehr als ein paar Kleidungsstücke aus abgewetztem Stoff, ein paar ausgetretene Schuhe, einen Koffer mit dem Allernötigsten. Mit dieser kargen Ausrüstung machten sie sich auf den Weg. Ein großer Treck – die große Flucht in den Westen. 70 Jahre ist das jetzt her, schon einmal war Norddeutschland Ziel für Hunderttausende von Flüchtlingen.
Der Film dokumentiert viele ergreifende Fluchtgeschichten. Traumatische Erlebnisse, über die die Betroffenen oft jahrzehntelang nicht oder nur wenig sprachen. Denn das Leben musste ja weitergehen. Doch wie war das damals, als in den Hungerjahren der Nachkriegszeit allein nach Schleswig-Holstein über eine Million Flüchtlinge strömten und damit die Bevölkerungszahl des Landes nahezu verdoppelten?
Was damals keiner für möglich gehalten hatte, es funktionierte. Auch wenn den Flüchtlingen mancherorts mit Ablehnung begegnet wurde, ihre Arbeitskraft wurde doch bald gebraucht. In der Schule und in Vereinen lernte man sich kennen. Es wurde geheiratet, Kinder wurden geboren. Aus Fremden wurden Neubürger.

Erstausstrahlung: Dezember 2015
Rechteerwerb: NDR

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