Fidel Castro – Ein Leben für die Revolution

Er wurde bewundert und gehasst. Seit 1959 war er an der Macht, länger als jeder andere Staats- oder Regierungschef. Doch der Mensch hinter der Fassade des Revolutionsführers ist ein großer Unbekannter geblieben. Nur wenige Personen standen dem misstrauischen Staatschef nahe. Um seine bewegende Lebensgeschichte machte er ein großes Geheimnis. Er war katholisch aufgewachsen, ein Sohn aus gutem Hause. Und nur die engsten Vertrauten wussten, dass ausgerechnet der Revolutionsführer in seinen privaten Räumen Kruzifixe hängen hatte.

Fidel Castro war ein politischer Überlebenskünstler – bis zu seiner schweren Krankheit und der Machtübergabe an seinen Bruder Raúl. Er war der Stachel im Fleisch der USA, wagte, was kein anderer in ihrem Hinterhof sich traute. Für viele ist Castro ein Symbol politischer Unabhängigkeit, von Durchhaltevermögen.

Die Geschichte, die der Film von Stephan Lamby und Volker Skierka erzählt, ist gleichermaßen Weltgeschichte wie Castros Lebensgeschichte.

Zu den Interviewpartnern der Dokumentation zählen unter anderem Castros große Liebe Natalia Revuelta, ihre gemeinsame Tochter Alina, Castros früherer Kampfgefährte Huber Matos, Michail Gorbatschow, Ex-US-Außenminister Henry Kissinger, der ehemalige deutsche Botschafter auf Kuba Bernd Wulffen, der frühere Che Guevara-Freund Jean Ziegler, der Schriftsteller Norberto Fuentes, so wie Che Guevaras Tochter Aleida.

Erstausstrahlung: August 2016, WDR