Duelle: Elizabeth Taylor gegen Richard Burton

Dokumentation, 45 Minuten
Buch und Regie: Michael Wech

Eigentlich sind die beiden in den 60er und 70er Jahren ein Traumpaar: Elizabeth Taylor gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, Richard Burton als einer der besten Schauspieler. Auch der Anfang ihrer Beziehung hätte kaum glamouröser sein können. Die beiden verlieben sich bei den Dreharbeiten des Monumentalfilms Cleopatra; Taylor gibt die Titelheldin, Burton ihren Geliebten Marc Anton. Ihr Regisseur fühlt sich „wie eingeschlossen mit zwei Tigern im Käfig“. Schnell wird die Liebesaffäre öffentlich. Beide sind verheiratet. Ein Skandal. Sogar der Vatikan schaltet sich ein. Elizabeth Taylor und Richard Burton lassen sich von ihren jeweiligen Ehepartnern scheiden und heiraten.
Doch der Ehe-Alltag des Traumpaares entwickelt sich zum Alptraum. Burton wird von tiefem Neid getrieben: Seine Frau hat bereits zwei Oscars gewonnen. Er dagegen wurde sieben Mal nominiert – ohne je ausgezeichnet zu werden. Ehemalige Angestellte der beiden berichten von Alkoholexzessen, Beschimpfungen, sogar von Gewaltausbrüchen. Elizabeth Taylor und Richard Burton finden schnell heraus, dass sie nicht nur Liebe füreinander empfinden, sondern auch Hass. Die enormen Spannungen im Hause Taylor/Burton bleiben auch der Regenbogenpresse nicht verborgen. Dankbar greifen die Reporter jeden noch so kleinen Streit auf. Und das Schauspieler-Duo spielt das böse Spiel gerne mit. All die Schlagzeilen steigern ihren Marktwert ins Unermessliche. Zehn Mal steht das Duo gemeinsam vor der Kamera, aber ihre überzeugendsten Auftritte haben sie stets in ihrem halböffentlichen Privatleben. Peinliche Bloßstellungen und Demütigungen wechseln mit hochdramatischen Versöhnungsszenen. Ein Psychokrieg.

Erstaustrahlung:
2008

Rechteerwerb:
WDR

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