Die zwei Leben des Helmut Schmidt

Helmut Schmidt galt als knallharter „Macher“ und moralische Instanz. Doch der Kanzler hatte auch unbekannte Seite, die fast niemand kannte – mit Liebesaffären, schweren Krankheiten und Depressionen.

Im Oktober 1981 ist der Kanzler so gut wie tot – 30 Sekunden lang. Erst dann beginnt sein Herz wieder zu schlagen. Die Öffentlichkeit soll hiervon nichts erfahren, genauso wenig wie von seiner jahrelangen Affäre mit einer Mitarbeiterin. Das gelingt weitgehend.

Die Autorin Sonja von Behrens zeigt das lange Leben des Altkanzlers aus einer neuen Perspektive: Ärzte, Freunde, Mitarbeiter und Journalisten berichten vom öffentlichen und privaten Helmut Schmidt, der ein langes und wechselreiches Leben hatte: Als junger Mann meldete er sich freiwillig zur Ostfront, als Hamburger Innensenator bekämpfte er die Sturmflut, als Kanzler den RAF-Terror. Nach seinem Sturz als Kanzler beginnt Helmut Schmidt noch einmal ein neues Leben. Der bekennende Journalistenverächter wird Herausgeber einer Wochenzeitung, der streitbare Sozialdemokrat zu einem über den Parteien stehenden „Welterklärer, einem späten Idol der Deutschen.

Erstausstrahlung: November 2016, ZDF