Die lange Fahrt der Graf Goetzen. Von Papenburg nach Afrika

Dokumentation. 53 Minuten
Buch und Regie: Stephan Lamby

Im Jahr 1913 erhalten drei Papenburger Handwerker einen ungewöhnlichen Auftrag: Sie sollen ein Passagierschiff bauen und es bis zum Tanganjika-See in der Kolonie Deutsch-Ostafrika transportieren, tief ins Herz Afrikas. Ein Himmelfahrtskommando! Der Dampfer wird in Einzelteile zerlegt, per Eisenbahn und anschließend auf dem Rücken von einheimischen Trägern zum See gebracht. Wenige Monate nachdem die „Graf Goetzen“ in Dienst gestellt wird, erfasst der 1. Weltkrieg Ostafrika; die Deutschen flüchten Hals über Kopf aus ihrer Kolonie. Nur die drei Papenburger sollen am See bleiben und einen letzten Befehl ausführen: die „Goetzen“, die den feindlichen Truppen auf keinen Fall in die Hände fallen darf, muss versenkt werden …

Der Film erzählt nicht nur die Geschichte des Schiffes, sondern auch von der kolonialen Vergangenheit Ostafrikas. Er zeigt den Traum von grenzenlosem Fortschritt im 20. Jahrhundert und den Versuch europäischer Großmächte, sich einen Kontinent zu unterwerfen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen u.a. in Tansania, Sambia, Papenburg und Brüssel.

Erstausstrahlung:
ARTE, 2001

Rechteerwerb:
ECO Media TV-Produktion

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