Der grosse Rausch – ein Investmentbanker packt aus

Dokumentation, 45 Minuten
Buch und Regie: Stephan Lamby

Geraint Anderson ist erst 35 Jahre alt, doch er hat schon viel erlebt in seinem Berufsleben: Gier, Panik, Insiderhandel, Drogen, Sex, Fehlspekulationen. Er war Staranalyst einer deutschen Investmentbank in London, hat Millionen verdient.

Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Geraint Anderson die von vielen Bankern in Frankfurt, London oder New York. Er kommt aus gutbürgerlichem Haus, sein Vater ist  Parlamentsabgeordneter der Labour-Party. Geraint Anderson arbeitet sich binnen weniger Jahre zum Experten für die Energie-Branche hoch und wird dreimal hintereinander zum besten Energie-Analysten Londons gewählt. Nach 12 aufregenden Jahren in der Financial City ist er ausgelaugt, durchlebt eine persönliche Krise. Ab diesem Zeitpunkt verläuft sein Leben völlig anders. Er beginnt, seine Erlebnisse in der Börsenwelt aufzuschreiben und in einer Londoner Zeitung zu veröffentlichen – anonym. Sehr bald erlangen seine Bekenntnisse Kultstatus. Anderson beschreibt realistisch die Tricks der Branche, die Überforderung der zumeist jungen Banker. Er nennt keine Klarnamen, ihm geht es um die Moral einer Branche, die auf einen Abgrund zurast. Er warnt vor der Katastrophe. Dann kassiert Anderson noch ein letztes Mal eine hohe Bonuszahlung und steigt aus. Er enthüllt seine wahre Identität – und sorgt für einen Eklat. Viele ehemalige Kollegen wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil sie um ihren Job fürchten.

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 2009 mit dem Quandt-Medienpreis ausgezeichnet und sowohl für einen International EMMY wie für den Grimme-Preis nominiert. Zudem wurde der Film auf Festivals in Rom und Oxford gezeigt.

Erstaustrahlung:
2009

Rechteerwerb:
ECO Media

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