Der grosse Crash – die Krise 1929 in Deutschland

Die Geschichte kommt einem irgendwie bekannt vor. Am 24. und 25. Oktober 1929 stürzen an der New Yorker Börse Aktienkurse ins Bodenlose. Innerhalb kurzer Zeit werden gewaltige Vermögenswerte vernichtet. Panik bricht aus. Die Nachricht vom „Schwarzen Freitag“ an der Wall Street geht wie ein Lauffeuer um die Welt. Auch Deutschland kann sich dem Sog nicht entziehen. Nach den Jahren des Booms in den zwanziger Jahren wird die Wirtschaft von ihrer schwersten Krise erfasst.

Die Dokumentation berichtet detailgenau, wie die Krise nach dem Zusammenbruch an den Börsen das alltägliche Leben in Deutschland veränderte. Zeitzeugen erzählen, wie ihre Väter arbeitslos wurden. Sie berichten von großer materieller Not, Hunger, dem Verlust der Würde. Auch die Gier von Spekulanten ist Thema. Am Beispiel der Bremer Firma Nordwolle wird deutlich, wie Maßlosigkeit und übertriebene Risikobereitschaft ein Unternehmen in die Insolvenz führten. Die Folge: Die Kreditgebende Danat-Bank wurde zahlungsunfähig, dem gesamten Bankensystem drohte der Zusammenbruch. Und die Politik? Der Regierung Brüning gelang es nicht, den Absturz zu verhindern. Im Gegenteil. Sie verordnete Deutschland einen strikten Sparkurs – und heizte die Krise so noch mehr an. Die Bevölkerung verlor das Vertrauen in die junge Demokratie.

Erstaustrahlung:
2009

Rechteerwerb:
WDR

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