Das Meer der Anden – Menschen am Titicacasee

Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich im Titicacasee. Er liegt auf 4.000 Meter Höhe und ist damit der höchste schiffbare Binnensee der Welt. Ausgerechnet hier, mitten in den Anden, trainiert die bolivianische Marine für den „Tag des Meeres“, ihr alljährliches Fest, das auf dem See gefeiert wird. Denn der Zugang zum Pazifik ging Bolivien vor über 130 Jahren im Krieg gegen Chile verloren. Seitdem ist der Titicacasee für die Bolivianer das „Ersatzmeer“.

Während am Ufer Lamas weiden, drillt Boots“mann“ Carla Padilla angehende Matrosen in der Kunst der Seefahrt. Am echten Meer war die hübsche junge Frau noch nie, aber für sie ist der Titicacasee wie der Ozean: „Riesengroß – und das Wasser ist sogar ein bisschen salzig.“

Der Film taucht ein in den Alltag der Menschen rund um den Titicacasee. Indianer wohnen auf schwimmenden Inseln aus Schilf, Schamanen bieten ihre Dienste an wie zur Inkazeit und aus ganz Südamerika strömen Pilger in den Wallfahrtsort Copacabana, um ihre Autos segnen zu lassen.

Erstausstrahlung: Juli 2015, NDR/ARTE