Böse Liebe. Im Bann von Geiselnehmern

30 Minuten
Autoren: Dominic Egizzi, Marcus Fischötter, Stephan Lamby

Die Terror-Aktionen der vergangenen Jahre haben gezeigt: Nicht nur die Bedrohung durch Anschläge ist sprunghaft angestiegen, auch die durch Geiselnahmen. Experten sind alarmiert. Zumal bei Geiselnahmen immer häufiger von einem rätselhaften Phänomen berichtet wird: Viele Geiseln empfinden während ihrer Gefangenschaft einerseits Todesangst, andererseits aber auch Sympathie für ihre Entführer – einige sogar Liebe. Das sogenannte Stockholm-Syndrom wirft Fragen auf: Bewegt sich Liebe im Spannungsfeld von Angst und Sicherheit? Sehnen wir uns heimlich nach völliger Hingabe?

„Böse Liebe. Im Bann von Geiselnehmern“ sucht die Antworten vor allem auf den Gebieten der Kriminologie, Psychologie und der Sexualforschung. Im Mittelpunkt stehen dabei die bewegenden Erinnerungen ehemaliger Geiseln: Ein Bankdirektor erzählt erstmals vom großen Verständnis für seinen Peiniger, der ihn während der Geiselnahme umbringen wollte; die Geisel Isabel und der Geiselnehmer Mario, berichten von ihrer schier un-
glaublichen „Amour Fou“; und Forscher analysieren die Ursachen und Formen der „bösen Liebe“.

Erstausstrahlung:
ZDF, 23.04.2003

Rechteerwerb:
ZDF

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