Privatakten der Welfen bestätigen Vorwürfe aus „Adel ohne Skrupel“

Die Welfen waren in der Nazizeit in dunkle Geschäfte verstrickt – dies bestätigt nun ein Zwischenbericht im Auftrag der Welfen. Das Ausmaß ist sogar noch größer als angenommen. 2014 hatten Thomas Schuhbauer und Michael Wech in einem 75minütigen Film für den NDR belegt, dass Herzog Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg, der Urgroßvater des heutigen Erbprinzen, jüdische Unternehmen „arisiert“ und Rüstungsunternehmen gegründet hatte. Um den Vorwürfen nachzugehen, gewährte der Erbprinz einer Historikerin Einblick in Privatakten. „Mit seinen Geschäften hat sich Ernst August am NS-Unrecht beteiligt“, sagt Prof. Cornelia Rauh, die Projektleiterin, in einem ersten Zwischenfazit.